Mallory Swanson jagt nicht nur Tore. Nicht die Art von Fußball. Zumindest nicht nur.

Der Stürmer der Chicago Red Stars ist zurück. Im November brachte sie eine Tochter zur Welt, Josie. Im Mai lief sie wieder auf dem Platz. Im Juni wurde sie in den Kader der US-amerikanischen Frauen-Nationalmannschaft aufgenommen. Es sah schnell aus. Das war es nicht.

„Ich denke, dass der Körper jeder Frau anders ist“, sagt Swanson. Das Comeback war eine Reise. Das Leben nach der Geburt verläuft unterschiedlich, je nachdem, wer Sie sind. Das hat sie auf die harte Tour gelernt.

Aber auch ihr Kopf veränderte sich. Ein schlechtes Spiel hat ihr die Woche ruiniert. Jetzt? Es wird kaum registriert.

„Wenn ich ein schlechtes Spiel habe, ist es egal.“ Sie geht nach Hause zu Josie. Das ist der Punkt. Der Nebenbereich wird zu ihrem echten VIP-Bereich. Sie lacht, wenn sie darüber nachdenkt. „Sie ist sieben Monate alt. Sie weiß nicht, was passiert.“ Irgendwann wird sie es tun. Mallory plant, alles mit ihr zu teilen.

Es gibt noch eine andere Rolle, in die sie in letzter Zeit schlüpfte. Philanthropie. Oder zumindest Zweck und Berufung. So nennen sie und ihr Mann, der Shortstop der Chicago Cubs, Dansby Swanson, ihre Stiftung.

Sie haben es letzten Juli auf den Markt gebracht. Die Mission ist klar: Kein Kind wird zurückgelassen, weil ihm Schuhe oder Bargeld fehlen.

„Wir möchten nie, dass ein Kind das Gefühl hat, dass es seine Ziele aufgrund mangelnder Ressourcen nicht erreichen kann.“

Sie spenden Geld an gemeinnützige Organisationen. Sie beherbergen Kinder bei Spielen. Sie betreiben Jugendkliniken. Warum Chicago? Weil die Sportkultur hier überall in den USA besser sei, behaupten sie. Sie sind beide investiert. Tief.

Mallory unterzeichnete einen langfristigen Vertrag mit den Red Stars. Bis 2028 bleibt sie. Dansby tat etwas Ähnliches für die Cubs. Bis 2029. Mit Sicherheit werden die Swansons in absehbarer Zeit nirgendwo hingehen.

Im Moment verschiebt sich der Fokus leicht. Die Weltmeisterschaft der Männer ist eröffnet. Mallory beobachtet es mit Nostalgie. Sie sah, wie die USA 2012 olympisches Gold gewannen. Wo? Buffalo Wild Wings. Sie war 14. Jetzt arbeitet sie diesen Sommer mit der Kette und Pepsi zusammen. Sie erinnert sich an jedes Detail.

Aber die wahre Aufregung? Nächstes Jahr. Brasilien ist Gastgeber der Frauen-Weltmeisterschaft. Die zehnte Auflage. Der Horizont verschiebt sich dorthin.

Eine Tochter schaut zu. Eine Stadt adoptiert. Ein Vertrag unterzeichnet. Swanson baut etwas, das von Dauer ist. Was kommt nach dem Abpfiff?

Sie hat sich noch nicht entschieden.